An die Besucher dieser Seite
Liebe(r) Besucher(in),
RWE ist der Klimakiller, Müller-Milch macht Gen-Milch und Monsanto unterwandert die WTO um GVO gegen den Willen der Menschen zu etablieren.
Da haben wir ja die Schuldigen! ... ??? Oder nicht?
Zunächst einmal sind diese Konzerne juristische Personen, die zwar Menschenrechte für sich in Anspruch nehmen, gleichzeitig aber, mangels Bewußtseins, keinen Zugang zu menschlicher Ethik haben. Diese Konzerne sind also Konstrukte, die rein nach kurzfristigen wirtschaftlichen Kriterien vorgehen.
Wer sind nun diese Hintermänner und Geldgeber, die diese Maschinerie in Gang halten und die das letzte Glied in der Kette der Verantwortung bilden? Nun, es sind die Kunden - sofern Sie persönlich keine grüne Energie beziehen und biologische Lebensmittel kaufen: Sie selbst und höchstpersönlich sind letztlich verantwortlich!
Es wäre also höchst ungerecht von mir, bei Politikern Handlungsbedarf anzumelden und die eigentlichen Verursacher, die Konsumenten, zu verschonen.
Gift im Essen, Hormone in Eiern, Dreck in der Luft, verstrahlte Pilze, Gift in der Muttermilch - alles Dinge, mit denen sich die Konsumenten nicht nur abfinden, sondern die sie sogar finanzieren und dadurch erst ermöglichen. Die Kunden sind nicht Opfer, sondern die eigentlichen Täter!
Der Unterschied zwischen grünem Strom und solchem aus Atomenergie, Braunkohle und Öl beträgt z.Z. 3 Cent pro KWh (Update vom Mai 2006: Nur noch 1,7 Cent!). So arm kann kein Mensch sein, der gleichzeitig mehr als 7 Cent ausgibt, um einen Kilometer mit dem Auto zu fahren (reine Spritkosten, die Realkosten sind wesentlich höher!)
Auch der Unterschied von 30 Cent zwischen Gen-Milch und Bio-Milch kann den Kohl doch nicht fett machen. Zumal manche die Gen-Milch von Weihenstephan (=Müller-Milch) zu einem mit Bio-Milch vergleichbaren Preis kaufen.
Was also bewegt den Verbraucher sich mit Gift vollzustopfen, als Versuchskaninchen zu dienen, krank zu werden und dafür auch noch zu arbeiten und zu bezahlen?
Sofern Sie selbst keinen grünen Strom beziehen und/oder keine biologischen Lebensmittel kaufen, können Sie sich von dieser Frage persönlich angesprochen fühlen.
Ihre Meinung würde mich wirklich interessieren, deshalb wäre es nett, wenn Sie auf diese Mail antworten würden.
Ihre Antwort wird auf dieser Seite veröffentlicht. Geben Sie deshalb bitte Ihren Namen an und teilen Sie mit, ob Ihre E-Mailadresse als Kontaktmöglichkeit angegeben werden soll.
Mit herzlichem Gruß
Knut Kargel
.Mit dem Inhalt dieser E-Mail erklären sich folgende Personen solidarisch:
Die E-Mailadressen sind der Redaktion bekannt.
stephan kirchner aus stuttgart | Matthias Wagner aus Leingarten | Erich Englmeier aus Augsburg | Oliver Erhardt aus Friedrichroda | Torsten G aus M | Stefanie Engels aus wermelskirchen | Steffi Engels aus wermelskirchen | Ingrid Lambertus aus Mainz | Gloria Nemcsek aus Stein | Rim Khamassi aus Karlsruhe | Ina Ehlert aus Ilmenau | Edith Joeri aus Neunkirchen-Seelscheid | Elisabeth Kammer aus Hamburg | Diana Distell aus Wermelskirchen | Daniel Schubert aus Solingen | Katrin Wei aus Lindau | Gabi Sautter aus Saarbr | Manfred Sautter aus Saarbr | Gesine B aus Hof | Helga Zauner aus Wien | Christine Kerenyi aus Rosstal | Birte Jensen aus Hamburg | Bernhard Klingsb aus Bruckm | Tina M aus Frankfurt | Bernhard Frantsits aus Frankfurt | Christianna P aus Dortmund | Florian Klauder aus Freiburg | Stefan Ickler aus Wittenberg | Marc Pira aus Bremen | Sonja Taubert aus Bremen | Caroline Lohrmann aus M | Dieter Lanze aus Butzbach | Thomas Zutavern aus karlsruhe | Lothar Schwarz aus Ringsheim | Ruth Aperdannier aus Heilsbronn | Bettina Herzog-Odena aus Lippstadt | Udo Schwidden aus K | Hans-Friedrich Hirsch aus Schwarzach | Wolfgang Queck aus Blankenfelde | Michael Lose aus Langen | Peter Moeck aus Hamburg | Maya M aus Hamm | Und Ich
Antworten
Bernhard Hellweg schrieb am 17.02.2006
Was wäre denn wenn alle Menschen nur noch den grünen Strom haben wollen und sich alle Menschen ökologisch ernähren und auf dem Acker zusätzlich noch nachwachsende Rohstoffe angebaut werden?
Dann würden wir feststellen das, nach dem der letzte Urwald auf unseren Planeten in einen Bioacker umgewandelt worden ist, diese Erde für alle Menschen nicht ausreicht. Und wer dann wohl ins Grass beißen muß? Auf jeden Fall mal nicht die reichen Menschen in den Industrieländern?
Gruß B. Hellweg
Kommentar
Sicherlich ist die Überbevölkerung der Erde ein primäres Problem. Beim jetzigen Stand ist es jedoch noch kein Problem, alle Menschen satt zu bekommen. Allerdings ist es fatal, ausgerechnet im Urwald Sojabohnen anzubauen.
Das eigentliche Problem sind die Dummheit und die Gier. Eins jedoch ist klar: Auch beim jetzigen Stand ist es schon nicht mehr möglich, den Energie-Bedarf nicht aus regenerativen Quellen zu gewinnen (was nicht unbedingt in jedem Fall ein Acker sein muss).
Gerade die große Zahl von Menschen ist ein schlagendes Argument für ökologische Landwirtschaft. Wenn alle diese vielen Menschen Gift auf den Acker kippen, kann das nicht gut gehen. Je mehr Menschen es gibt, desto grösser ist der Druck, biologisch und nachhaltig zu wirtschaften. Sonst beissen alle ins Gras, nicht nur die Menschen.
Herzlichen Gruß und Dank an Bernhard Hellweg für den Beitrag
Knut Kargel
Ute Kropf schrieb am 31.05.2006
Ich habe Ihre Mail mit großem Interesse gelesen.
Was BIO-Lebensmittel anbelangt:
Ich esse Bio, wenn es mir möglich ist. Erst recht, seit ich den Film "we feed the world" gesehen habe.
Allerdings: selbst in einer Großstadt wie München ist es für Personen, die wie ich Montag bis Freitag 10 bis 12 Stunden im Büro sitzen, nicht immer so leicht möglich, an BIO-Lebensmittel zu kommen. Denn am Wochenende schlafe ich lang, das brauche ich als Ausgleich. Ich möchte auch nicht durch lange Fahrten mit dem PKW die Umwelt verpesten.
Was ich also in den Läden in meiner Umgebung, die dann offen haben, wenn ich einkaufe, an BIO-Produkten erhalte, ziehe ich vor.
Mittags unter der Woche kann ich nur in den kleinen Lokalen in meiner Umgebung essen. Die Mittagsmenues sind nicht bio. Der Wirt eines Lokals hatte einmal angedacht, auch bio-Menues anzubieten. Er hat es aber gelassen, da die Kosten für ihn dann doppelt so hoch gewesen wären, er aber aus den Kundenbefragungen wußte, daß die Leute nur 25 - 30% mehr zu zahlen bereit gewesen wären.
Anders formuliert, es fehlt insoweit auch noch an der Kenntnis der Verbraucher, welche Kosten der Wirt hätte.
Nebenbei: Derzeit zahle ich für eine solches Menue einschließlich Getränk 8,90 €, de facto mit Trinkgeld 9,50 €. Das doppelte für das Essen würde dann also pro Arbeitstag ca. 15.00 € kosten, das sind immerhin fast 30 DM. Das tut dann irgendwann doch weh. Allerdings würde ich, wenn es angeboten wäre, aller Wahrscheinlichkeit nach (Preis hin, Preis her) doch zumindest ein oder zweimal pro Woche die Alternative bio wählen. Es schmeckt einfach besser und ist verträglicher.
Nun zur Energie (Strom):
Ich beziehe meine Energie von den Stadtwerken München. Ich bin der Auffassung, daß maßgebliche Dinge wie Energie- oder auch Wasserversorgung oder andere Leistungen, deren Erfüllung im öffentlichen Interesse liegt, in öffentlicher Hand bleiben sollen.
Aus dieser Sicht ist es - nach Sicherung dieses Zustandes gegen die Interessen privater Großkonzerne - also der richtige Weg, dann die öffentlichen Versorgungsanbieter dazu zu bewegen, Strom etc. umweltfreundlich herzustellen.
Würde hingegen, was hoffentlich nie eintritt, die öffentliche Versorgung so privatisiert, daß die jeweilige öffentlichrechtliche Körperschaft (z.B. Gemeinde) nicht mehr die absolute Entscheidungsmacht über die jeweilige Versorgungsleistung hat, würde ich umgehend zu einem privaten Anbieter wechseln, der die entsprechende Versorgungsleistung umweltfreundlich zur Verfügung stellt.
mit freundlichen Grüßen
Ute Kropf
Martina Schößwender schrieb am 11.07.2006
Da ich mich inhaltlich Ihrem Brief voll anschließe habe ich mit besonderem
Interesse die anderen Meinungen gelesen.
Das Schreiben von B.Hellweg zeigt hierbei nur Unwissenheit (und ernsthafte
Neugierde?), was aber Sie, Frau Kropf dazu schreiben, ist Dummheit und vor
allem Bequemlichkeit.
Gut, Sie arbeiten hart und haben es sicher nicht leicht. Ihr Samstag ist
Ihnen heilig. Zum Strom haben Sie klare Ansichten (die ich nicht weiter
kommentieren möchte).
Mittags brauchen Sie feste Rituale.
Aber Sie sind auch offen und schauen sich informative Filme an (wobei Ihnen
vielleicht auch bei der einen oder anderen Scene im Magen flau wurde, Sie
haben ja schließlich ein Herz).
Tatsächlich jedoch sind Sie eine unter Hunderttausenden, denen die eigenen
Bequemlichkeit vor der Verantwortung für die Welt geht, in der wir leben.
Hier und anderswo.
Sie gehen jeden Tag Mittagessen? Wie wär´s mal mit einem leckeren, selbst
zubereiteten Salat (Dressing einfach extra lagern bis zum Verzehr :-)) oder
ein köstliches Brot mit frischem Gemüse und leckerem Käse? Natürlich Bio und
garantiert unter 8,90,- Euro ... Eingenommen auf einer Bank im Stadtpark mit
anschließendem kleinen Spaziergang....
Verzeihen Sie meine Unverschämtheit. Zwar beziehe ich Öko-Strom, kaufe
Bio-Lebensmittel und nehme mein Vesper mit in die Arbeit, aber trotzdem bin
auch ich träge, wie alle Menschen, wenn es um die Veränderung von
Gewohnheiten geht.
Fangen Sie klein an.
Sie haben den Film gesehen und können sich nicht mehr auf Unwissenheit
herausreden! Mein erster Schritt z.B. war, dass ich keine gequälten Tiere
mehr essen wollte, der zweite, gute Preise für gute Lebensmittel zahlen zu
wollen ("Du bist, was du isst" - noch nie haben wir prozentual weniger
unseres Einkommens für Lebensmittel ausgegeben!) dass ich mich
(längerfristig) nicht an der Ausbeutung anderer Völker mehr beteiligen will
(gehn Sie doch mal in einen "Weltladen" in ihrer Stadt und stellen Sie fest,
was für leckeren Kaffee es dort gibt...).
Ob Ihnen Bio-Lebensmittel deshalb besser bekommen und besser schmecken sei
mal dahingestellt (auch von Bio-Butter wird frau dick und die Soja-Wurst
neulich war wirklich nichts für meinen Gaumen ;-)), aber: Wir können es uns
nicht leisten, mit unserer Umwelt weiter so umzugehen!!
Auch ich stehe erst am Anfang und möchte Sie nur anregen, über Ihren
Tellerrand zu schauen.
Und vergessen Sie nicht: Ein Denken wie das Ihre macht Gammelfleisch,
Genmais, Tiertransporte, Kinderarbeit etc. erst möglich.
Ach ja: Wenn sich die Ausgaben Ihres Wirtes bei Bio-Mahlzeiten gleich
verdoppeln würden, sollten Sie mal überlegen, was für minderwertiges Zeug er
Ihnen jetzt vorsetzt!!!
Guten Appetit!
Herzliche Grüße,
Martina Schößwender
Ina Ehlert schrieb am 26.07.2006
Ich muss gestehen, dass mich das Thema Bio-Lebensmittel und grüner Strom
schon immer interessiert haben, ich jedoch wie jeder andere Mensch zu
einer gewissen Bequemlichkeit neige.
Als die Möglichkeit bestand, sich einen Stromanbieter selbst
auszuwählen, tat ich dies vor Jahren. Leider rentierte sich das Geschäft
für den Anbieter nicht, so dass er seine Aktivitäten wieder einstellte.
Seit dem bin ich wieder bei den Stadtwerken gelandet.
Bei den Nahrungsmitteln ist es so, dass ich bis zum vergangenen Jahr nur
gelegentlich auf Ökoprodukte achtete. Seit ich jedoch allein lebe und
sowieso kein großer Fleisch(Wurst)-Esser bin, kaufe ich auch bewußter
ein. Ganz besonders nach dem ich Anfang diesen Jahres eine Krebs-OP
hinter mich gebracht habe. Gerade diese Situation hat mich bewegt, mich
intensiver mit dem Thema Krebs zu beschäftigen und mir gezeigt, dass
man über die Ernährung auch in dieser Hinsicht viel bewirken kann.
Ich kann nur jedem raten, ein bisschen genauer hinzuschauen, wo bzw. was
man kauft und dann auch ißt.
Mit freundlichen Grüßen
Ina Ehlert
Christian Seebass schrieb am 04.09.2006
Hallo Herr Kargel,
ich kann mich Ihrer Mail an die Besucher dieser Seite nur anschließen.
Gleichwohl möchte ich ein etwas abbittendes "Aber..." einfügen.
1. Die Macht der Kunden: hier geht mein "ja, aber..." in die Richtung, dass gerade heute - im Zeichen der Globalisierung - der Kunde ebensowenig stets "König" ist wie persönliche Leistung (hier gemeint: im Beruf) sich stets lohnt.
Beides sind schöne Phrasen, beide haben irgendwo auch ihre Gültigkeit. Durch das ungehemmte Machtpotential aber, dass in einer globalisierten Konzernwelt gebündelt ist, trifft beides zumindest nicht mehr voll zu.
Der Grund liegt darin, dass die Abhängigkeit vieler echter "global player" (und durch die Fusionen gibt es immer mehr davon!) auch die Abhängigkeit der Firmen von einzelnen Kunden auf lokaler Ebene sinkt. Und persönliches Handeln und Denken ist nun einmal fast immer auf einen lokalen Wirkungsbereich beschränkt.
Insofern oute ich mich hier als Zweifler and der noch bestehenden Wirksamkeit der "Revolutionen von unten". Ich denke, beides ist wichtig...auf die Gentechnik bezogen würde das heißen: das Kundengehirn muss mitessen - aber die gesellschaftliche "Führungsetage" muss ihre Führungsaufgabe auch wahrnehmen und Rahmenbedingungen schaffen, dass sowohl die Kunden wie auch die Firmen sich in die richtige Richtung bewegen!
2. Mein zweites "ja aber..." geht in die Richtung des "inneren Schweinehundes"...es ist nicht nur traurig sondern wirklich schlimm, aber jeder - ohne Ausnahme - hat ihn.
Insofern ist es oft Bequemlichkeit, dass man bei den "altbekannten" Produkten, Herstellern etc. bleibt und - wirder besseres Wissen, das ist ja das fatale am Schweinehund - nicht wechselt.
Diese Eigenschaft ist irgendwo auch menschlich, und keine Gesellschaftsordnung wird daran etwas ändern.
Daher möchte ich auch in dieser Hinsicht eine Lanze brechen für "Revolutionen von oben": Wir wählen Vertreter des Volkes, die auf ihre Weise eigentlich auch Vorbilder sein soll(t)en...eine geistige Elite eben. Insofern ist es auch nur recht und billig, von denen, die sich uns schließlich frei und ohne Zwang zur Wahl stellen, eben diese Führungsaufgabe zu verlangen.
Wir als das Volk geben diesen Menschen in der Demokratie die Macht, Regel zu schaffen, ohne sie en detail zuvor mit uns abzusprechen. Daher haben sie auch die Macht - und die Pflicht - uns mit ihren Regelungen in die bereits erwähnte richtige Richtung zu bringen.
Und dieser "sanfte Druck" würde dann auch unseren inneren Schweinehund etwas in seine Schranken weisen... :-)
3. Mein drittes "ja aber..." zielt ab auf die stets endliche Ausstattung eines Haushaltes mit Geld. Sicher - viele Bioprodurkte, Ökostrom, energiesparende Geräte etc. pp. kosten nicht VIEL mehr als "herkömmliche"; aber dennoch kosten sie zumindest ETWAS mehr.
In Zeiten definitiv real-sinkender Einkommen (ganz abgesehen von der steigenden Zahl an Geringverdienenden!)ist aber jedem leider irgedwo eine Schallgrenze gesetzt, was die Kosten angeht.
Ich selbst kaufe zwar Bioprodukte, sooft es geht, beziehe aber z.B. (immer noch) keinen Ökostrom...und das nervt mich selbst.
Ich kann in meinem Haus auch keine CO2-neutrale Heizung installieren lassen - und auch das nervt mich sehr.
Und ich kann mir auch kein möglichst umweltverträgliches Auto leisten (das ich brauche, um diversen Verpflichtungen nachkommen zu können), denn auch da ist es immer noch die neueste und teuerste Technik, die in der Beziehung wenigstens halbwegs zufriedenstellend arbeitet.
Dies alles nervt mich sehr - und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin, der sich durch den Konflikt zwischen den eigenen Überzeugungen und den gegebenen Möglichkeiten in gewisser Weise aufreibt und sehr unwohl fühlt.
Insofern möchte ich auch mein "abbittendens Aber" verstanden wissen:
Ohne Frage - viele Dinge sind ohne zuviel Mehraufwand möglich - und sei es nur ein Eintreten für die eigenen Überzeugungen.
Aber viele andere Dinge gehen eben oft einfach nicht, wiel Budget und Möglichkeiten persönlich ausgereizt sind.
Viele Grüße!
Christian Seebass
Kommentar:
Zwar ist persönliches Handeln und Denken fast immer auf einen lokalen Wirkungsbereich beschränkt, jdedoch wird genau durch dieses beschränkte persönliche Handeln die Misere verursacht! Dadurch, dass der irrsinn Standard ist, wird er erst ermöglicht. Wenn jeder sich dem Irrsinn ganz persönlich und auf seinen lokalen Wirkungskreis beschränkt verweigerte, hätten wir kein Problem.
Und als Kunde bin ich in so fern König, als dass ich nicht kaufe, was ich nicht will. Wenn keine Bio-Milch da ist, kaufe ich eben keine oder fahre woanders hin.
Auch ich zweifle an der "Revolutionen von unten", die Leute sind zu Hauf uninformiert, teilweise resigniert, aber eine andere als die von unten wird es nicht geben. Die Führungsetage ist nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. Und das nicht erst seit gestern. Klar, von oben wäre es leichter...
Das mit dem inneren Schweinehund kann ich nicht teilen. Jeder mag ihn haben, aber niemand muss sich ihm ergeben. Oft hilft ein kleiner Blick auf die Zusammenhänge, in denen man sich bewegt, und es ist schlichtweg unmöglich, die Produkte der meisten Firmen noch zu kaufen. Finde ich jedenfalls, aber jeder Jeck ist anders ...
Die Vorstellung von einer "weisen Regierung" halte ich für utopisch. Vielleicht nicht ganz so utopisch, wie meine Vorstellung von "weiser Anarchie". Aber völlig abgedreht ist die Vorstellung, dass man sich langfristig global so dämlich verhalten kann, ohne seine Ökonische zu verlieren.
Und das trifft dann ja wieder jeden ganz persönlich - also verstehe ich nicht, wie man so einem inneren Schweinehund irgendeine Relevanz zuerkennen kann. Wenn schon krepieren, dann bequem?
Tja, das liebe Geld - das dritte Aber kann ich schon gar nicht gelten lassen. Als freier Künstler habe ich ständig Probleme mit dem Finanzamt, weil die nicht glauben, dass ich von den geringen Einnahmen überleben kann. Jeder Hartz4 Empfänger hat fast das Doppelte - ohne das jetzt weiter ausführen zu wollen. Trotzdem kaufe ich ausschliesslich Bio-Ware, ich weiß gar nicht, wie lange schon. Klar ist das teurer als die "als Lebensmittel getarnten Pestizidcocktails" - aber ich will das Zeug schliesslich essen, oder? Was ich esse, wird "zu mir selbst", mein Körper baut das ein - ich hätte ein echtes Identitätsproblem, wenn ich z.B. Fleisch aus Massentierhaltung essen würde.
Und grünen Strom, ja mei, mal hoch den Hintern! Wenn das Gehirn mitlebt, stellt man fest, dass es beim Duschen eine ganz andere Wärme ist! Und der angeblich so viel höhere Preis ist ein Scherz. Für 1,5 Cent/KwH spare ich alleine 2900 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Wem ist das zu teuer????
Do It Now! http://www.greenpeace-energy.de
Ich hab gar kein Haus, aber das Glück, dass meine Vermieter eine saubere Gasheizung installiert haben. Das ist aber nicht mein Verdienst. Hätte ich die nicht, würde ich vermutlich einen Kamin bauen und mit Holz heizen.
Mobilität ist auch so ein Problem. Autos sind mir definitiv zu unökonomisch. Zwei Tonnen Gewicht muss ich nicht bewegen, wenn ich von A nach B will. Am liebsten wäre mir ein Twike, aber das liebe Geld... http://www.twike.de
Ich selbst fahre (auch im Winter) einen 125er Motorroller, der 2.5 Liter frisst. Allerdings kann ich das wirklich nicht unbedingt weiterempfehlen. Aber lieber frier ich mir den Hintern ab als hunderte von Litern Benzin zu verbraten.
Fazit: Es ist alles eine Frage der Prioritäten. Urlaub oder Twike? Neue Möbel oder neue Heizung? Ins Kino gehen oder grünen Strom kaufen? Neue Schuhe oder Bio-Essen?
Man hat ziemlich oft die Wahl das Richtige zu tun.
Fast muss ich mich entschuldigen für mein hartes Gericht. ;-)
Aber ich denke, Bildung verpflichtet, und wer vom Server biologie.uni-osnabrueck schreibt, wird konstruktive Kritik verkraften können und nicht falsch verstehen.
Vielen Dank für den Beitrag und herzlichen Gruß
Knut Kargel
