Stoppen Sie die giftgrüne Gentechnik
Eine Anfrage an die EU Abgeordneten der BRD
29.11.2005
Sehr geehrte(r) Herr/Frau [Name],
wer versucht, sich gegen die Freisetzung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu wehren, stellt bald fest, dass die national Verantwortlichen einer EU-Richtlinie ausgeliefert sind, die es faktisch unmöglich macht, die Freisetzung von GVO zu verbieten.
Es liegt also zu einem guten Teil in Ihrer Verantwortung, %anrede% %name%, die Menschen und die Natur im Allgemeinen vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen und im besonderen den Erhalt unserer natürlichen Kulturpflanzen zu gewährleisten.
Fast erscheint es mir banal, Stichworte zu geben, die heute jedem geläufig sind:
Die langfristigen Folgen einer Freisetzung sind vollkommen unkalkulierbar.
Die Freisetzung ist irreversibel.
Wie das Beispiel Kanada zeigt, werden die natürlichen Kulturpflanzen verdrängt und damit ausgerottet.
Das einzige bisher verwirklichte Ziel ist der vermehrte Einsatz von Pestiziden, von denen schon jetzt oft genug in unrühmlichen Schlagzeilen die Rede ist.
Die Menschen, egal welche Partei sie gewählt haben, lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab.
Sie, als gewählter Vertreter dieser Menschen, haben einen Wählerauftrag und können sich meines Erachtens nach deshalb nicht über den vielfach erklärten Willen Ihrer Wähler hinwegsetzen.
Diesen Menschen, Ihren Wählern, sind Sie in erster Linie verpflichtet. Partei-Interessen, EU-Absprachen, die WTO, USA oder Monsato können deshalb nur nachgeordnete Priorität für sich in Anspruch nehmen.
Deshalb informieren Sie sich bitte umfassend über das Thema, sofern Sie es nicht schon getan haben. Insbesondere die neueren Forschungsergebnisse sind interessant, wenn es darum geht, eine nicht umkehrbare Entscheidung zu treffen.
Erlauben kann man es immer noch - einmal freigesetzt sind GVO jedoch nicht rückholbar.
Guten Gewissens kann man doch so ein Experiment gar nicht tolerieren, deshalb schreibe ich diese Mail. Für Sie, als Entscheidungsträger, wiegt die Verantwortung erheblich schwerer. Sie, %anrede% %name%, sitzen am Hebel und haben in der Tat die Zukunft in der Hand.
Abgesehen von den unhaltbaren Risiken scheint mir die Freisetzung von GVO auch wirtschaftlich eine große Chance außer Acht zu lassen. Wir können schon jetzt beobachten, dass sich die Hoffnungen auf GVO in der Landwirtschaft als trügerisch erweisen. Dem zum Trotz wächst weltweit die Fläche auf der solche Pflanzen angebaut werden. Niemand will sie wirklich, deshalb ist dies ein Produkt der Billigklasse. Was es mittelfristig immer weniger geben wird (langfristig vielleicht gar nicht mehr), sind biologisch angebaute Lebensmittel ohne gentechnische Veränderung. Dies ist heute schon ein Hochpreisprodukt und wird in Zukunft ein Premiumprodukt sein. Weltweit.
Darauf hinzuwirken erscheint mir erheblich sinnvoller als der Discount-Wettlauf mit China.
Wenn Sie jedoch nicht verhindern, dass in Europa GVO freigesetzt werden, ist diese Chance auf immer vertan.
Normalerweise sollte man davon ausgehen können, dass Regierungen und Abgeordnete die Interessen der Bürger wahrnehmen und verteidigen. Volksvertreter nennt man so etwas. Man erwartet auch, dass diese Vertreter besser informiert sind, Risiken früher erkennen und beseitigen, als dies dem "einfachen Bürger" möglich ist.
Tatsache ist jedoch, dass in den Supermärkten teilweise knapp 40% der untersuchten Lebensmittel gravierend mit Pestiziden belastet sind, und GVO, versteckt in Milch- und Fleischprodukten, dem ahnungslosen Konsumenten ohne Kennzeichnung untergejubelt werden dürfen (dürfen-müssen laut EU).
Die eigene Regierung verweist auf die EU - worauf verweisen Sie? Auf die WTO vermutlich, die wiederum auf die USA und die gehören Monsato?
Ich hoffe stark, dass diese Formel nicht stimmt, und Sie im EU-Parlament den Schutz der Menschen, der Natur und der Wirtschaft vor GVO anstrengen und durchsetzen.
Mit freundlichem Gruß
Knut Kargel
.Mit dem Inhalt dieser E-Mail erklären sich folgende Personen solidarisch:
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Antworten:
Rücklaufquote: 2 von 99 = 2.02%
Hiltrud Breyer MdEP 13.01.2006: Es kann nicht sein, dass vor eine Zulassung Sicherheitsfragen unbeantwortet bleiben. Ich werde rechtliche Schritte prüfen lassen gegen den Verstoß der EU-Kommission gegen das Vorsorgeprinzip und gegen die Verweigerung einer aussagekräftigen Antwort an eine Abgeordnete des Europäischen Parlaments.
